18. Oktober 2014

Am 1.November ist es wieder so weit: Der NaNoWriMo startet. Ich gehe davon aus, dass die meisten wissen, worum es geht, aber sicher fragt sich der ein oder andere jetzt auch: Der NaNoWAS? 

NaNoWriMo steht für National Novel Writing Month und beschreibt eine Initiative, bei der Hobbyautoren angehalten sind, innerhalb eines Monats eine "Novel", also einen Roman, zu schreiben. Das Ziel hierbei sind 50.000 Wörter, dann gilt der NaNoWriMo als "gewonnen". Preise gibt es keine zu gewinnen, denn jeder kann gewinnen, indem er einen Roman fertigstellt.

Wer hier mitliest, der weiß, dass ich auch sehr gerne schreibe und tatsächlich habe ich aktuell wieder ein Projekt, an dem mein Herz hängt und das ich gerne fertigstellen würde. Ich weiß noch nicht inwiefern ich die NaNoWriMo-Homepage tatsächlich nutzen werde, aber hier auf meinem Blog möchte ich Euch doch auf dem Laufenden halten. Denn ich möchte mich mal am NaNoWriMo versuchen und meine Geschichte um 50.000 Wörter länger machen. Da ich sie ja bereits angefangen habe, starte ich nicht bei Null.

Wortzahl aktuell: 20.888
Ziel zum 30.November: 71.000
Aktueller Fortschritt: ---

Ich müsste pro Tag also 1670 Wörter schreiben, und ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung wie lange ich dafür brauche und ob mein Ziel überhaupt realistisch ist. Vielleicht wird meine Geschichte mit 71.000 Wörtern ja viel zu lang oder sie ist dann noch immer nicht fertig? Egal, ich will mich mal wieder intensiver dem Schreiben widmen, und der NaNoWriMo bietet doch den perfekten Rahmen dafür, oder? 

Ich habe mir vorgenommen, mich jeden Tag eine Stunde dem Schreiben zu widmen, mal sehen wie es so laufen wird. Zum 1.November wird es hier noch mal ein Update geben, denn vielleicht schreibe ich bis dahin ja noch ein paar Worte und muss mein Ziel nachjustieren. Jedenfalls freue ich mich drauf und bin gespannt.

Macht noch jemand von Euch beim NaNoWriMo mit und ist evtl. auch auf der Homepage aktiv? 






16. Oktober 2014

Amy Dunne verschwindet an ihrem 5.Hochzeitstag spurlos aus der Vorstadtidylle. Im Haus deutet alles auf einen Überfall hin, doch die Ermittler zweifeln. Bald schon rückt ihr Ehemann Nick Dunne in das Zentrum der Verdächtigen. Doch auch Amy scheint nicht die unschuldige Ehefrau gewesen zu sein, die sie nach außen zeigte...

Meine Meinung
Man kann eigentlich kaum etwas über die Handlung von Gone Girl verraten, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Gillian Flynn, den ich allerdings nicht gelesen habe, weswegen ein Vergleich in diese Richtung ausfällt.

Was also sagen über einen Film, dessen Handlung nicht den kleinsten Spoiler verzeiht? Nun, man kann dem Film zugute halten, dass nahezu jede Szene handlungsrelevant ist. Ich erinnere mich nicht an Dialoge oder Situationen, die nicht für den Fortgang der Geschichte relevant waren. Und diese Geschichte hat es in sich: Eine wirklich interessante, ein stückweit auch innovative Idee, die in Buchform sicher unfassbar spannend wirkt.

Als Film jedoch konnte mich die Geschichte nicht ganz überzeugen. Die Idee ist gut, die Schauspieler überzeugen, auch wenn Ben Affleck nicht mein Lieblingsgesicht auf der Leinwand ist, und Kameraführung und Schnitt überzeugen. Doch es sind zwei Aspekte, die für mich schwer wiegen und warum ich den Film nicht besser bewerten kann.

Zum Einen finde ich den Film sehr lang und langatmig. Trotz der guten Grundidee kommt keine richtige Spannung, keine packende Atmosphäre auf. Hier finde ich sowohl den Soundtrack zu schwach (denn wir alle wissen, wie Musik die Spannung bis zum Höhepunkt treiben kann), als auch das Tempo des Films. Dies überschneidet sich zum Teil auch mit meinem zweiten Kritikpunkt: der kühlen Atmosphäre des Films. Man möchte nicht eintauchen in diesen Film, denn er wirkt so kalt und fern und hart. Gleichzeitig kann man sich mit keiner der Figuren identifizieren, was ich schwierig finde. Sicher ist es ein gutes Konzept, keinen klassischen "Bösewicht" und nicht die klassische "gute Fee" zu präsentieren, sondern hier mit den Grautönen, mit den Dingen zwischen den Zeilen zu erzählen, aber wenn jedwede Sympathie verloren geht oder gar nicht erst entstehen kann, dann finde ich das schade. Es trägt auch nicht zum Spannungsbogen bei, denn man denkt sich selten "Sowas könnte mir auch passieren", was ja oft den wahren Thrill in so einem Film ausmacht. Aber diese Gedanken kommen eben nicht, weil man sich nicht identifizieren kann. Ich zumindest nicht.

Und deswegen schneidet "Gone Girl" bei mir nicht so herausragend ab wie anderswo. Man kann ihn sich sicher anschauen, muss allerdings Geduld mitbringen und seine Erwartungen etwas zurückfahren. Dann aber bekommt man einen soliden Thriller mit einer guten Story und beachtenswerten Darstellern. 6 Punkte dafür.





14. Oktober 2014

Ganz tief in meinem Blog, irgendwo in den Untiefen der Kapitel und Einträge, da schlummert eine Seite mit dem Titel 'Meine liebsten Autoren'. Die Bücher auf dieser Seite sind womöglich nicht mehr aktuell, die Autoren sind es aber noch, auch wenn ich in letzter Zeit herzlich wenig zum Lesen gekommen bin- Doch als ich im Sommer sah, dass eine meiner liebsten Autorinnen, nämlich Ildiko von Kürthy, ein neues Buch rausgebracht hatte, wünschte ich es mir direkt zum Geburtstag und bekam es auch - das ist schon fast eine Art Tradition geworden in den letzten Jahren. Wie dem auch sei, ich habe es nun also geschafft, diesen 346-seitigen Wälzer innerhalb von nur zwei Monaten durchzulesen [ironie off] und möchte Euch darüber erzählen ;)

Handlung
Am Neujahrsmorgen erkennt Nicola sich selbst nicht mehr wieder. Aufgrund extrem ungünstigerUmstände, die mit einem Babyphon und einer unpassenden Kostümierung zu tun haben, ist aus ihr in der Silvesternacht eine Frau ohne Mann, ohne Geld, ohne Wohnung und ohne nennenswertes Selbstbewusstsein geworden. Zurück auf Los. Neuanfang mit dreiundvierzig. Auch nichts, was man sich schon immer erträumt hat. Sie kippt aus ihrem Luxusleben, verlässt das Penthouse mit zwei Taschen, landet in einem Motel mit Raufasertapete und fragt sich: «Wer könnte ich werden, jetzt, wo ich niemand mehr bin?»

Meine Meinung
Ildiko von Kürthy steht für den klugen und witzigen Frauenroman und ist definitiv eines meiner Vorbilder. Eines Tages so gut und so erfolgreich schreiben wie sie - das würde ich auch gerne können. Dabei bleibt sie so viel greifbarer als manch US-amerikanischer Bestsellerautor. Ganz besonders bei diesem Buch, in dem man viele autobiografische Züge vermutet, wenn man ein bisschen was über die Autorin weiß.

Umso schwerer fällt es mir zu sagen, dass dieses nicht mein liebstes Buch von ihr werden wird. Insgesamt fehlt mir ein wenig der rote Faden bzw. der Fortgang der Geschichte. Der Leser erfährt zwar wie es nach Nicolas schicksalshafter Silversternacht mit ihr weitergeht, jedoch eher abgehackt und durch viele Gedankensprünge und Rückblicke durchbrochen. Ildiko von Kürthy bedient sich hier wieder ihrer bekannten "Tagebuch"-artigen Erzählstruktur, bei der sie Datum und/oder Uhrzeit als Überschriften für die Kapitel wählt. Das hat mir bisher immer sehr gut gefallen und hätte hier auch wieder wunderbar funktioniert, jedoch erschienen mir die Gedanken der Protagonistin hier häufig etwas sprunghaft und die Rückblenden in die Vergangenheit lähmten ein wenig den Handlungsverlauf. Man hatte eher das Gefühl, man liest die Vergangenheit als dass man einen wirklich Fortschritt der Geschichte beobachtet.

Ja, die Bewältigung der Vergangenheit spielt für Protagonistin Nicki eine wichtige Rolle, dennoch war mir das hier etwas zu viel. Ausgeglichen wurde dies wiederum durch den gewohnt lockeren und humorvollen Schreibstil, der mit unverblümten Wahrheiten und netten Anekdoten daher kommt. Bereits in ihrer Autobiographie Unter dem Herzen schlägt die Autorin auch sanftere und emotionalere Töne an, und das ist auch in "Sternschanze" der Fall, was mir doch hin und wieder die Tränen in die Augen trieb, vor allem wenn es um das Thema Familie und (ungeborene) Kinder ging. (Das sind einfach Themen, die mir nahe gehen...)

Insgesamt jedoch muss ich leider sagen, dass mich das Buch nicht so gefesselt hat wie die anderen Werke der Autorin und ich es auch nicht über dem Mittelmaß einsortieren würde. Daher vergebe ich 5 Sterne.




11. Oktober 2014

Es war Oktober und draußen nieselte es. Es war dunkel und kalt und die Leute hatten ihre Jacken zugezogen, die Kapuzen über dem feuchten Haar. Dieser Oktober war nicht golden, kein Spätsommer oder irgendetwas, was man mit dem Wort "mild" in Verbindung brachte. Er war regnerisch und windig, grau und dunkel und all das, was ich am Herbst hasste.*

In der Bar war die Musik laut, die Luft stickig und das Bier schal.* Das orangefarbene Licht versuchte zu wärmen, vermochte aber nicht durch die dunklen Schatten der Menschen zu mir durchzusickern. Es war einer dieser Abende, die besonders hätten werden können, die früher besonders gewesen waren. Heute waren wir alle müde, das verrieten unsere Blicke und das Tempo, in dem wir tranken. Es war nicht mehr wie früher - wir waren nicht mehr wie früher. Aber wir waren noch hier und das war alles, was zählte. 

Und es war egal, wie kalt es draußen oder wie stickig es hier drin war. Es war gut und es war schön, denn es fühlte sich richtig an. Mein Körper schien zu schreien, schien mit jeder Faser nach einem Bett zu verlangen, doch mein Herz wollte bleiben, wollte noch eine Runde bestellen und die ganze Nacht mit Euch zusammen sitzen und für immer reden und zuhören. In meiner Kehle spürte ich ein Kratzen, das angenehm unangenehm war, weil es mich daran erinnerte, wie wir die ganze Nacht gemeinsam gesungen hatten. Gesungen und gelacht und geweint vor Lachen. 

Und eigentlich wollte ich über etwas ganz anderes schreiben. Darüber, wie Du mich gefragt hast, ob ich noch bloggen würde und wie mich deine Nachrichten dann motiviert haben, wieder mehr zu schreiben. Aber dann dachte ich an diesen Abend und all die Wochen und Jahre davor. Danke dafür und für durchgesungene Nächte. Danke für Matratzen im Wohnzimmer und Chili in der Nacht.  Für so viel mehr - so viel, dass ich nicht wüsste, wo ich anfangen sollte. Danke für ganz viel Geduld, mehr als zwei offene Ohren und ganz viel Freundschaft.

Ich schreibe meistens besser als dass ich rede. Vor allem über sowas. Wollt' ich nur mal gesagt haben, obwohl ich weiß, dass es nicht hätte gesagt werden müssen.

*Wetter- und Bierverhältnisse aus dramaturgischen Gründen geändert. Die Redaktion.


10. Oktober 2014

Benjamin Engel lebt in Berlin, ist aber für seine Umwelt unsichtbar. Er ist ein ruhiger, schüchterner Typ, der seine Zeit hinterm Rechner verbringt und sich mit Programmieren und Hacken beschäftigt. Als einer seiner Hacks schief geht, lernt er den charismatischen Max und dessen Freunde kennen. Gemeinsam gründen sie eine Hackergruppe, die zunächst durch spaßige Aktionen ins öffentliche Interesse gerät. Doch irgendwann läuft alles aus dem Ruder und die kleine Gruppe CLAY sieht sich Ermittlungsteams von Europol und der russischen Cybermafia gegenüber...

Meine Meinung
Im Allgemeinen stehe ich deutschen Produktionen sehr skeptisch gegenüber, zumindest denjenigen, die zuletzt so im Kino zu sehen waren. Dass der deutsche Film doch was kann, hat er mir schon bewiesen, nur bisher eben zu selten. Der Trailer zu "Who Am I" hat mich aber direkt neugierig gemacht und so ging ich tatsächlich vorfreudig in einen deutschen Kinofilm.

"Who Am I" wird aus Benjamins Sicht erzählt, der einer Ermittlerin der Vereinten Nationen gegenübersitzt. Der Zuschauer weiß also direkt: irgendwas scheint schiefgelaufen zu sein, warum sonst wird Benjamin dort verhört? Dass Benjamin hier selbst erzählt gibt dem Film einen persönlichen Flair und bringt einem vor allem den Hauptcharakter, aber auch die Nebencharaktere näher.

Die Geschichte wird flott erzählt, mit vielen Schnitten, die manchmal im Takt der Musik zu pulsieren scheinen. Apropos Musik: Der Film hat einen tollen Soundtrack, der das Geschehen immer wieder passend untermalt. Gerade am Ende zieht der Film sein Tempo nochmal ordentlich an, die Ereignisse scheinen sich geradezu zu überschlagen, aber genau dieses Ende hat ein Film wie dieser verdient und gebraucht und er hat dem ganzen Streifen noch die Kirsche aufs Sahnehäubchen gesetzt.

Sicher ist hier nicht alles perfekt und man stolpert auch in diesem Film über logische Stolpersteine, dennoch wird die Welt rund um das Hacken und das Dark Net authentisch dargestellt. Und daran hat Benjamin, gespielt von Tom Schilling keinen geringen Anteil. Nun ist es ja immer einfach zu sagen "Ich war schon viel früher Fan von Tom Schilling", aber das glaubt einem dann ja sowieso keiner mehr. "Fan" wäre auch übertrieben, aber ich kannte ihn schon bspw. aus "Crazy" und mochte ihn damals schon sehr, und nun steht für mich fest, dass ich mir definitiv noch einige weitere Filme mit ihm ansehen will. Auch wenn sein Charakter Benjamin eine eher blasse, graue Figur ist, die im Laufe des Films nur langsam ein wenig an Farbe gewinnt, so belebt Tom Schilling ihn doch auf faszinierende Weise.

Neben ihm runden Elyas M'Barek, Wotan Wilke Möhring und Tech-Nick den Cast ab. Tech-Nick heißt in Wirklich übrigens Antoine Monot Jr., und obwohl er -genau wie Wotan Wilke Möhring- recht sympathisch rüber kommt, vermochten mich die beiden nicht hunderprozentig zu überzeugen. Elyas M'Barek erfüllt seine Standardrolle gewohnt souverän und bleibt eigentlich nur deswegen hinter Tom Schilling zurück, weil man diese Rolle eben schon zig-mal von ihm gesehen hat. (Wie wäre das wohl gewesen, wenn M'Barek den schüchternen Hacker gespielt hätte und Tom Schilling den coolen Frauenhelden? ...)

Abschließend kann ich aber nur ein außerordentlich positives Feedback ziehen. Tom Schilling trägt hier, unterstützt von einem soliden Cast, einen spannenden, schnellen Thriller, der authentisch wirkt und über seine Länge hinweg fesselnd bleibt. Das Ende setzt dem Film seine Krone auf und zeigt, was deutscher Film könnte, wenn er wollte. Bitte mehr davon in Zukunft!
Ich vergebe 9 Punkte.





9. Oktober 2014

Manchmal muss man sich ja einfach eingestehen, dass manche Sachen nicht funktionieren. Egal wie sehr man es will und versucht - bei manchen Sachen kommt man einfach nicht auf einen grünen Zweig. Und dann muss man sich überlegen wie es weitergeht. Ob man es einfach bleiben lässt, oder doch noch mal von vorne anfängt?

Vor gar nicht allzu langer Zeit eröffnete ich voller Freude und Stolz einen zweiten Blog über die Themen Abnehmen, Sport, Ernährung usw. Weil ich das nicht mehr hier auf meinem Hauptblog breittreten wollte und weil ich das Gefühl hatte, sooo viel dazu zu sagen zu haben.

Falsch gedacht. Dieses Thema hat hier auf Cuchilla Pitimini nicht funktioniert und es hat auch nicht auf dem Zweitblog funktioniert. Und deswegen habe ich beschlossen, das Thema einfach vorerst vollkommen aus meinem Internetleben rauszuhalten und nur auf mein Privatleben zu beschränken. Lange dachte ich, dass es mich positiv unter Druck setzen würde, dass es mich motivieren würde, wenn ich hier regelmäßig Updates zu meinen Abnehmerfolgen poste und mich mit anderen darüber austausche. Jetzt bin an einem Punkt, an dem ich das nicht mehr glaube. Ich hatte zu oft das Gefühl, irgendwas richtig oder falsch zu machen und mich rechtfertigen zu müssen, oder aber mich (wegen einer Zunahme) selbst demütigen zu müssen.

Ich möchte mich privat auf die Uni, auf meinem Nebenjob, und auch auf Sport und Ernährung konzentrieren - aber das sind Themen, die nicht primär hier auf den Blog gehören. Hier auf dem Blog möchte ich weiterhin über meinen Alltag schreiben, aber lieber über die kleinen Anekdoten, die ihr so mögt, und mit denen ihr euch identifizieren könnt (das merke ich ja an euren Kommentaren zu diesen Beiträgen). Es wird hier hoffentlich wieder mehr um Filme gehen, und vielleicht auch mal wieder um Bücher, ums Kochen oder Backen - eben um die Dinge, die mir leicht fallen, die mich nicht belasten und die mir Spaß machen. 

Das wollte ich nur mal eben gesagt haben ;)


7. Oktober 2014

Das Thema "monatlicher Filmrückblick" gab es hier auf meinem Blog ja schonmal. Back to the roots, dachte ich mir, und möchte ab sofort wieder einen monatlichen Filmrückblick präsentieren. Anders als in der Vergangenheit möchte ich jedoch nicht jeden Film vorstellen, den ich im vergangenen Monat gesehen habe. Klar kann es auch hilfreich sein, wenn ich euch erzähle, welchen Film ich total mies fand, allerdings möchte ich mich dann doch auf die besten 5 Filme beschränken. Messen werde ich dies an meinen Bewertungen bei Moviepilot, und dabei ist es egal ob ich den Film im Kino, auf DVD oder im TV gesehen habe.

Herr der Ringe- Die zwei Türme
Momentan schaue ich die Herr der Ringe-Trilogie nochmal, wobei sich das über mehrere Wochen (um nicht zu sagen Monate) hinzieht. Im September war also der zweite Teil dran: Die zwei Türme. Viele Kritiker und Fans von Mittelerde betrachten diesen Teil als den schwächsten der Trilogie, ich jedoch finde ihn um Längen besser als den ersten Teil. Alleine die Schlacht um Helms Klamm... das sind doch Bilder, für die das Wort "episch" erfunden wurde. Gut, Frodo nervt wie gewohnt, aber das wird ja nun auch nicht besser. Außerdem lernen wir Eowyn kennen, und Aragorn hat a lot of screentime. Also mein Fangirlie-Herz könnte nicht mehr verlangen ;)



Brügge sehen... und sterben?
Früher, als Teenager, hab ich ja mal ziemlich für Colin Farrell geschwärmt, aber die Zeiten sind irgendwie vorbei. Attraktiv finde ich ihn nicht mehr wirklich, aber als Schauspieler mag ich ihn doch ganz gerne. Das konnte er auch in "Brügge sehen... und sterben?" wieder beweisen. Wir haben es hier mit einer witzigen Gangsterkomödie zu tun, die aber auch ernste bis dramatische Töne anschlägt. An Genreklassiker wie "Snatch" oder "Pulp Fiction" kommt dieser Film nicht ran, verstecken muss er sich aber keineswegs. Für Fans von britischem Humor, coolen Typen mit Knarren, und für alle, die Colin Farrell und/oder Ralph Fiennes gerne sehen unbedingt zu empfehlen!


Lars und die Frauen
Ja, Mädels, ihr kennt das: Was früher mal Colin Farrell war ist heute Ryan Gosling. Den fand ich ja früher gänzlich unattraktiv, aber je älter ich werde (oder je älter er wird?) desto lieber schau ich ihn mir an. So geschehen im letzten Monat in Form von "Lars und die Frauen". Die Welt betitelte den Film einst als "hinreißend verschrobene Komödie" und dem kann ich nur zustimmen. Die ungewöhnliche Geschichte um Lars und die Frauen ist herzergreifend, skurril und alles andere als 08/15. Unbedingt zu empfehlen für kuschelige Samstagnachmittage mit Tee und unter der Wolldecke - ein bisschen zum Schmunzeln, zum Mitfühlen, zum Weinen, einfach nur schön!

Breakfast Club
Mit Breakfast Club sah ich in diesem Monat auch einen modernen Klassiker, von dem ich bereits schon häufiger gehört habe. Mir wurde bereits geraten, den Film nochmal zu schauen, da er bei jedem Sichten besser werden soll. Dem möchte ich nicht widersprechen, wobei ich ihn nun auch beim ersten Mal schon gut fand. Ich mag solche Stories ja eh, die recht unaufgeregt das Leben zeigen, die ihren Charakteren Raum und Zeit geben, sich zu öffnen und zu entwickeln. Doch ich glaube gerne, dass der Film noch besser wird, wenn man ihn ein zweites oder drittes Mal sieht, denn oft erkennt man dann noch viel mehr Facetten der Geschichten. Ein Klassiker "für Jedermann", denn sicher findet sich jeder in der ein oder andere Szene oder Person wieder.

Guardians of the Galaxy
Im Kino war ich im September selbstverständlich auch. Drei Mal sogar. "The Expendables 3" fand ich solide, während mich "Sex Tape" eher enttäuscht hat. Das Kinohighlight des Septembers war aber der neue Marvelstreifen "Guardians of the Galaxy". In der Tat fand ich ihn sogar besser als ich erwartet habe - sehr unterhaltsam und actionreich. Sicher wurde hier das ein oder andere Klischee erfüllt und das Rad nicht neu erfunden, aber der Film hat mich gut unterhalten, hat mich zum Lachen und Mitfiebern gebracht und das ist doch im Prinzip schon alles, was so ein Film können muss, oder? 


Welche Filme habt ihr im September gesehen und welche konnten Euch besonders begeistern?