23. November 2014

Eigentlich finde ich zwei Mal am Tag posten ja scheiße. Mache ich deswegen nie. Und weil ich sowieso nie genug Ideen habe. Aber heute hatte ich so eine spontane Eingebung. Gut, ein bisschen abgeguckt habe ich meine Idee bei Vivi von HexHex 2.0, die stellt nämlich monatlich ihre liebsten Tweets vor. Da ich momentan - auch dank des NaNoWriMo - sehr twittersüchtig bin, wollte ich sowas auch machen und meine liebsten Tweets mit euch teilen. Weil ich aber ziemlich viel fave (das ist Twittersprache für "liken"), und es eine unmögliche Monsteraufgabe geworden wäre, meine liebsten Tweets eines ganzen Monats auszuwählen, dachte ich, ich mache ne neue Sonntagskategorie auf und teile jeweils am Ende der Woche (ungefähr) meine zehn liebsten Tweets mit Euch.
Ein Grund warum ich zu Wordpress wechseln will:
Blogger macht aus weißem Hintergrund nen grauen.
Why?

Und aus dem tollen Mischmasch aus Twitter und Week ist mein äußerst kreatives Kunstwort "Tweek" entstanden. Die Idee hatte bestimmt schon einer vor mir, ist mir aber egal. Hier ist meine Tweek #1.












Und damit ihr auch ein bisschen was von mir zu lesen bekommt, hier mein "erfolgreichster" Tweet dieser Woche... und mein bisher erfolgreichster Tweet ever, ever, EVER! Und bald bin ich so richtig fame, bitches!




Ihr dürft mir natürlich gerne auf Twitter folgen und Euch bei mir bemerkbar machen.

Seid ihr überhaupt auf Twitter unterwegs? Wenn ja, was sind eure liebsten Accounts und/oder Tweets? Lasst es mich wissen :)



Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Sonntagmorgen.

Tatsächlich ist dieser Morgen ganz freundlich. Der Himmel strahlt in seinem schönsten Blau, und im herbstlich-spärlichen Laub der Eiche vor dem Fenster sitzt eine Elster auf der Suche nach glitzernden Schätze. Ok, ich hab keine Ahnung ob das wirklich ne Eiche ist, ich kenne mich mit Bäumen nicht aus, aber ein Baum ist es auf jeden Fall.

Und womit ich mich auskenne, ist folgendes: Anne sucht jeden Monat den Blog des Monats und diesen Monat bin ich als "Alltagsblog" unter den Nominierten. Zu gewinnen gibt es eine Verlinkung in Annes Sidebar für einen Monat. Ich würde mich darüber sehr freuen, und deswegen brauche ich eure Macht in Form eurer Stimme.

Besucht Annes Umfrage und stimmt für mich ab. Da mir Bestechung natürlich sehr fern liegt, dürft ihr aber auch für einen anderen Blog abstimmen, wenn euch ein anderer besser gefällt. Die Konkurrenz ist ziemlich groß, ich meine ich würde ja für Chaosmacherin oder für Alice voten, wenn ich da nicht selber nominiert wäre. So. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn die ein oder andere Stimme an mich geht. Bis zum 30.11. könnt ihr voten.

Vielen Dank und einen schönen Tag noch :)

http://neontrauma.de/bloggen/blog-des-monats-alltagsblogs.php



22. November 2014

Ich kann nicht anders, als diesen Beitrag mit einem theatralischen Seufzer zu beginnen. Eigentlich ist es ja immer das selbe mit mir. Zuerst fange ich eine Sache total euphorisch an, und dann breche ich auf halbem Weg zusammen. Mangelnde Disziplin und so, kennen wir ja schon.

Und so kommt es, dass ich diese Woche grandiose 6000 Wörter geschrieben habe. Um diesen Fail mal deutlich zu machen: Eigentlich sollten es 12.500 sein. Klar, 6000 sind besser als nichts und es ist auch nicht unbedingt die Zahl, die mich stört, sondern mein Unvermögen, es besser zu machen. Immerhin sind 4000 Wörter davon letzten Sonntag entstanden, einige weitere am Montag und seitdem nur noch mickrige 500... Die Grafik spricht Bände.

Irgendwie will ich ja weiterschreiben, aber ich weiß nicht genau wie und ich kann mich nicht konzentrieren und mich erst recht nicht aufraffen. Könnte daran liegen, dass ich diese Woche noch einen zusätzlichen Tag arbeiten musste. Denn obwohl mein Job Spaß macht, kostet er mich auch ziemlich viel Energie, weil ich permanent Kontakt zu Menschen habe. Zu vielen Menschen. Und naja - Menschen sind anstrengend, egal wie freundlich sie sind. Zuhören und Reden und gleichzeitig Dinge notieren und darauf achten, dass niemand irgendwo hinläuft, wo er nicht hingehört - das ist für mich sehr kraftraubend, egal wie sehr ich die Leute mag, die um mich herum sind.

Zu allem Überfluss vergaß ich dann auch noch einen Termin an der Uni, hab beim Blick auf mein Konto einen Herzinfarkt bekommen, habe vergessen einen wichtigen Beitrag für ein Seminar abzuschicken, habe keinen Sport getrieben aber dafür Dampfnudeln und zwei Tafeln Schokolade gegessen. Seit zwei Tagen trage ich in meiner Handtasche ein Päckchen Kochschinken mit mir herum und fragt bitte nicht warum. Die Bahn war zu spät, das Wetter war zu kalt, das Riesenrad zu teuer. Und nach dem Weihnachtsmarkt habe ich zwei Cocktails getrunken, nach denen ich schon halb besoffen war. Meine Woche, live und in Farbe.

Vielleicht schaffe ich es ja heute und morgen noch ein paar Worte zusammen zu kratzen. Denn eigentlich bin ich schon halb fertig mit der Geschichte und habe jetzt schon tausend Baustellen, an denen ich überarbeiten muss. Und ja - dann würde ich sie tatsächlich gerne ein paar Interessenten zum Probelesen geben, auch wenn ich Angst davor habe. Aber ich würde gerne wissen, wie andere mein Geschreibsel finden - doch vielleicht ist genau dieser Gedanke das, was mich gerade lähmt...

Ich hoffe eure Woche war entspannter und ihr konntet eure Ziele umsetzen?



16. November 2014

Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag!

Was macht ihr denn heute so? Habt ihr tolle Pläne für den letzten Tag des Wochenendes?

Bei uns ist ja ziemliches Schmuddelwetter, deswegen bin ich froh, dass ich heute mit gutem Gewissen Zuhause bleiben kann. Ich werde mir Tee kochen, Nutellabrot essen und vor allem eines: An meiner NaNo-Geschichte weiterschreiben. Das hat letzte Woche Sonntag nämlich auch schon ziemlich gut geklappt. Da habe ich rund 4000 Wörter an einem Tag geschafft und mir damit ein gutes Polster für diese Woche rausgeholt.


Entspannung mit Eulen-Pyjama,
Milchreis mit Pflaumen und NaNo-Playlist
Das war auch bitter nötig, wie ihr an dieser Übersicht sehen könnt. Denn von Mittwoch bis Freitag kam ich so gut wie gar nicht zum Schreiben, sodass ich nun wieder unterhalb des Solls liege. Der letzte Balken steht für den heutigen Tag und der wandert nachher hoffentlich noch über die Diagonale.

Momentan stehe ich also bei 24.252 geschriebenen Wörtern im November, meine Geschichte hat insgesamt damit schon über 45.000 Wörter. Und tatsächlich nähere ich mich dem Ende, ich weiß gar nicht so genau ob ich 50.000 Worte im November überhaupt benötige um die Geschichte zuende zu erzählen. Aber vielleicht kann ich dann schon ein wenig mit der Überarbeitung anfangen und dort noch ein paar Sachen einfügen... wir werden sehen! Ich bin auf jeden Fall jetzt schon ziemlich begeistert davon, wie weit ich gekommen bin.

Weil ihr nach weiteren Ausschnitten gefragt habt, was mich natürlich freut, habe ich euch drei kleine Teaser herausgesucht, die mir persönlich recht gut gefallen :) (Die tauchen nicht in dieser Reihenfolge im Buch auf)

Hach-Moment in der letzten Woche:
Doch Jeremy schnitt mir das Wort hab. "Ich habs oft genug erlebt, okay? Die Leute reagieren immer gleich. Es ist ihnen unangenehm, sie verurteilen mich und wollen nichts mit mir zu tun haben."
"Aber ich bin doch auch nicht so."
Jeremy hielt inne, wandte den Blick von seinem Teller ab und sah mich an. Ich spürte, dass das nichts war, was ihm eben erst klar geworden war. Es war der Grund, warum ich hier war. Der Grund, warum ich ihm durch den Tag half.
Doch er sagte nichts mehr. Und hatte damit genug gesagt.

ARGH!/&STFU$/!WTF?&$-Moment der letzten Woche:
Umso so mehr verletzte es mich, als er sagte: "Das geht dich überhaupt nichts an."
"Doch, das tut es, wenn du mich um Hilfe bittest."
"Du musst mich nicht retten.", sagte er und es hörte sich an, als hätte dieser Satz lange auf seiner Zunge gelegen um endlich ausgesprochen zu werden.
"Nein? Und was ist dann das hier?", fragte ich und hielt ihm die Tablettenpackung unter die Nase.
"Das hätte ich mir auch selbst besorgen können.", sagte er und auch seine Stimme wurde lauter.
"Dann tu das demnächst auch." Ich wandte mich zum Gehen und Tränen brannten heiß in meinen Augen. Ich wollte, dass er mich aufhielt, dass er irgendetwas sagte, um sich zu entschuldigen oder mir ein besseres Gefühl zu geben.
Doch alles was er sagte, war: "Ich brauche deine Hilfe nicht."

Hach-Moment 2 der letzten Woche:
"Jeremy", ich musste eine Pause machen, weil es mir nicht leicht fiel, das auszusprechen, was mir auf dem Herzen lag. Die kleinen, kalten Regentropfen brannten auf meinem Gesicht und meine Augen füllten sich mit Tränen. "Wenn du meine Hilfe willst, dann musst du sie annehmen. Denn ich kann nicht länger dabei zusehen, wie du dich selbst kaputt machst. Das schaffe ich nicht."
Er kam noch einen Schritt näher und dann küsste er mich. Es war der ehrlichste Kuss, den er mir je gegeben hatte. Den mir irgendjemand je gegeben hatte. Es war der Kuss, der alles änderte.


Ich wünsche Euch eine schöne Woche!
 


12. November 2014

Es gibt ja Menschen, die kaum ein Verhältnis zur Musik haben. Die hören Musik im Radio, oder vielleicht beim Feiern oder beim Sport. Das ist natürlich in Ordnung - für mich ist das aber unvorstellbar. Musik bedeutet so viel mehr für mich.

Ich selbst kann kein Instrument spielen und ich kann auch nicht singen. Das sagt zwar fast jeder über sich selber, bei mir ist es aber tatsächlich so, dass mein Freund im Radio die Lieder wegdrückt, die ich mag, damit ich nicht das Singen anfange. Und er hat wirklich eine hohe Toleranzgrenze.

Doch Musik gehört habe ich schon immer gerne und intensiv. Gerade als Teenager konnte ich mich mit vielen Texten unglaublich gut identifizieren, was mir immer viel Halt, Trost und irgendwo auch Motivation gegeben hat. Vor allem aber war Musik damals schon eine Quelle der Inspiration für mich.

Schon in der Grundschule habe ich mir kleine Geschichten ausgedacht und aufgeschrieben. Als ich jedoch mit ungefähr 14 Jahren meinen ersten PC bekam, legte ich so richtig los mit dem Schreiben, denn am Computer ging das sehr viel schneller. Nebenbei hörte ich immer Musik und heutzutage weiß ich nicht mehr, ob mich die Songs damals zum Schreiben motivieren, oder ob sie mich heute motivieren, weil sie mich an meine "Anfänge" erinnern. Es ist jedenfalls, wie es ist: Ich habe eine Inspirations-Playlist, und darin finden sich vor allem Künstler und Bands, die ich auch vor zehn Jahren schon schätzte: Linkin Park, Oasis, Eminem, Green Day, Alanis Morissette. (Unterschiedlicher ging auch kaum, oder?)

Ein paar einzelne Songs sind über die Jahre noch hinzu gekommen, ganz besonders möchte ich euch in diesem Post aber noch einen Künstler ans Herz legen: Hozier. Sein Debütalbum läuft bei mir momentan hoch und runter, es ist so poetisch und schön. Zum Teil habe ich das Gefühl, er singt über die Geschichte, die ich beim NaNoWriMo gerade schreibe. Ich bin ein bisschen verliebt...!

Damit ihr euch ein Bild von meinem Quell der Inspiration machen könnt, bette ich hier meine Spotify Playlist ein. Vielleicht mag ja der ein oder andere auch seine "Schreibmusik" teilen, oder ihr verratet mir, was euch inspiriert?







10. November 2014

"Mankind was born on earth, it was never meant to die here."

In einigen Jahren wird die Welt nicht mehr so sein, wie wir sie heute kennen. Der technologische Fortschritt ist Vergangenheit, denn wegen Überpopulation muss der Fokus auf der Nahrungsmittelproduktion liegen. Naturkatastrophen wie Sandstürme machen das Leben zunehmend schwer auf unserem Heimatplaneten. Und so kommt es, dass sich der Farmer Cooper, der eigentlich Ingenieur bei der NASA war, auf eine Mission begibt, einen neuen Planeten für die Menschheit zu finden. Gemeinsam mit Amelia Brand und weiteren Kollegen bewegt er sich durch Raum und Zeit, während seine Familie auf der Erde zurückbleibt...

Meine Meinung
Regisseur Christopher Nolan gehört mittlerweile zu den ganz Großen in Hollywood und mit der Dark-Knight-Trilogie und anderen Werken wie Inception hat er bewiesen, dass er ein Mann für große Bilder und erstklassige Inszenierungen ist, dass aber auch die Story bei ihm stimmt. Und auch Interstellar bildet da keine Ausnahme.

Zunächst mal ist dieser Film bis in die letzte Nebenrolle perfekt besetzt. Matthew McConaughey hat eindeutig zu viele Jahre seines Lebens an RomComs verschwendet, dieser Mann gehört in genau solche Filme. Er besitzt eine unglaubliche Präsenz und trägt den Film mit seiner schauspielerischen Leistung über weite Strecken. Neben ihm sehen wir Anne Hathaway, die ja sowieso meine liebste weibliche Schauspielerin ist und der Grund war, warum ich diesen Film sehen wollte. Tatsächlich ist sie der ruhige, unauffällige Part neben McConaughey, was ihre Leistung aber nicht schmälern soll. 
Wir sehen außerdem Michael Caine, Casey Affleck, Mackenzie Foy, Jessica Chastain und Matt Damon, die wie für ihre Rollen gemacht scheinen.

Erzählerisch ist Interstellar sehr vielseitig. Wir haben auf der einen Seite die technisch-physikalischen Elemente, die uns versuchen, den Weltraum und die Dimensionen zu erklären. Ich habe überhaupt keine Ahnung von sowas, fand es aber anschaulich erklärt und verständlich. Außerdem bietet die Story Spannung und Action - was zu erwarten ist, bei einem Weltraumepos. Und nicht zuletzt ist der Film unglaublich emotional, ich habe tatsächlich einige Tränen vergossen. Dabei verzichtet Nolan in seiner Inszenierung aber auf Kitsch und Klischees, sondern stellt die emotionale Belastung für die Reisenden und ihre Familien realitätsnah in den Fokus.

Alles in allem ist Interstellar wohl mein cineastisches Highlight des Jahres. Die 160 Minuten Laufzeit merkt man dem Film nicht an, er vergeht - im wahrsten Sinne - wie im Flug, überzeugt durch starke Darsteller, eine spannende Story und tiefgehende Emotionen.




8. November 2014

Eine Woche des National Novel Writing Month ist bis jetzt vergangen. Deswegen wollte ich Euch heute mal ein kleines Update geben und ein bisschen erzählen, worum es bei meiner Geschichte überhaupt geht.

Wie ich bereits zum Start des Projekts vorher gesehen hatte, konnte ich nicht direkt zum 1.November mit dem Schreiben beginnen, weil das Wochenende einfach viel zu vollgestopft war. Außerdem fiel es mir dann am ersten Tag (Montag war es glaube ich) relativ schwer, einen Anfang zu finden und einfach drauf los zu schreiben. Wie auch in den anderen Bereichen meines Lebens, habe ich beim Schreiben gerne einen Plan, was als nächstes passiert und wie es weitergehen wird. Der NaNoWriMo hat mir insofern jetzt schon sehr geholfen und mir etwas gelehrt: Manchmal ist es besser, einfach drauf los zu schreiben und die Geschichte nicht zu sehr zu zerdenken. Zum Teil hat es während dem Schreiben einfach "Klick" gemacht und ich fand tolle Übergänge zur nächsten Szene und konnte viele Elemente einbauen, die ich noch aufgreifen wollte oder die später nochmal wichtig werden.

Und so sieht meine NaNo-Statistik bis jetzt aus:
Ich will heute aber noch einiges schaffen um die vorgegebene Marke von 13.333 Wörtern zu knacken - und vielleicht mal drüber zu kommen und so, vom Schnitt her gesehen, ein kleines Polster zu haben. Ich schreibe immer noch gegen meinen Rückstand vom ersten Wochenende an, aber ich mache mir da auch nicht allzu großen Stress. Denn meine Geschichte ist ja schon sehr weit fortgeschritten, ich schreibe sie während dem NaNo ja nur weiter. Insgesamt hat sie jetzt schon über 33.000 Wörter!

Aber worum geht es eigentlich?
>> Rachel ist 27 Jahre alt, wohnt noch bei ihren Eltern und hat einen langweiligen Job beim Arbeitsamt. Hier muss sie sich nicht nur mit nervigen Vorschriften und schlechtem Kantinenessen rumärgern, sondern auch mit ihrer aufdringlichen Kollegin. Rachel hat sich eingerichtet in ihrem bequemen Leben - darüber was sie will und was sie erreichen möchte oder könnte macht sie sich keine Gedanken. Zumindest bis zu diesem Tag im August, an dem sie Jeremy Green trifft ... <<

Ein Auszug aus der Geschichte:
>>Nichts war schön.
Die LED-Ziffern eines Weckers verrieten mir, dass es drei Uhr neunundzwanzig war. Ich war in einer fremden, dunklen Wohnung und hatte nicht mal den Hauch einer Ahnung in welchem Stadtteil sich diese Wohnung befand. War ich überhaupt noch in der gleichen Stadt?
Diverse Cocktails und Longdrinks sorgten für ein unangenehmes Pochen hinter meiner Schläfe, ich konnte weder mein Höschen finden, noch meine Selbstachtung. Und zu allem Überfluss war ich gerade neben einem nackten Stripper aufgewacht.
So leise wie möglich war ich aus dem Bett gestiegen und hatte meine Handtasche und mein verfluchtes, schwarzes Kleid, in dem ich mich viel zu sexy gefühlt hatte, vom Boden aufgesammelt. Es kam mir vor, als machte der schwarze Stoff viel zu viel Lärm in der Stille des Zimmers und so beschloss ich, es erst anzuziehen, wenn ich das Schlafzimmer verlassen hatte.
Nackt und auf allen Vieren kroch ich über den Boden, auf der Suche nach meinem Höschen. Ich wollte diese Wohnung nicht ohne meinen Slip verlassen, denn das würde bedeuten, dass ich auch einen Teil meiner Würde hier verloren hätte.
Kurz hielt ich inne und besah mich von außen. Das Haar zerwühlt, die Haut aufgedunsen vom Alkohol, der Atem starr, das Kleid zerknittert. Nackt. Auf dem Boden. Auf allen Vieren. Achselzuckend schnappte ich Kleid und Tasche und verließ das Zimmer. Meine Würde hatte ich längst verloren, da kam es auf das Höschen nun auch nicht mehr an.<<
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Ich habe immer ein bisschen Angst, dass die Leute denken, meine Geschichte wäre sowas wie "Shades of Grey", ich kann jedoch ganz klar sagen, dass dem nicht so ist. Bei mir gibt es nämlich tatsächlich eine Geschichte, die erzählt wird. Erotik ist - entgegen des ersten Eindrucks, der vielleicht entstehen könnte - sogar recht nebensächlich.

Wie läuft der NaNoWriMo bei Euch so? Oder welche anderen Projekte verfolgt ihr gerade besonders ehrgeizig?