31. Juli 2014

Heute lief die 3.Ausgabe der "Bachelorette" auf RTL. Letzte Woche habe ich es leider nicht geschafft, eine 'Kritik' zu schreiben, ihr könnt euch aber gerne noch mal meinen Beitrag zur ersten Sendung durchlesen. [Dies könnte Euch auch zur Orientierung dienen, da ich im Folgenden meine bereits gefestigten, persönlichen Spitznamen verwenden werde.]


Wir begrüßen noch immer Bachelorette Anna und ihre Männer in Portugal. Ich schätze, die meisten fliegen raus bevor ich mir endgültig ihre Namen merken kann. Und wie wir im Laufe der Sendung noch sehen werden, geht es Anna da wohl ganz ähnlich...

Anna & ein Katamaran voll Männer...
Anna hat sich ganz alleine etwas ganz tolles ausgedacht. Wenn man ihren Wortschatz benutzen möchte, dann ist das ganz sicher ein unglaublicher Ausflug, der sehr intensiv wird. Die gute Anna hat für das erste Gruppendate einen Katamaran organisiert. Leider hat sie vergessen, einen Anlegeplatz zu organisieren und so dümpelt sie nun einige hundert Meter vor der portugiesischen Küste im Meer umher. Die armen Männer müssen zu ihr schwimmen - lebensbedrohlich, wenn man bedenkt, dass es in den Riffs des Mittelmeers nur so vor Haien wimmelt. Der einzige, der das erkennt, ist Cornelis, weswegen er erst gar nicht mitmacht. So ein kluger Mann!
Und die anderen Männer? Nun, die schwimmen um ihr Leben um dann zu erfahren, dass nur die ersten sechs Platz auf dem Boot haben. Die anderen dürfen sich direkt wieder an Land begeben. Aurelio ist ja seit der ersten Sendung für seine Langsamkeit bekannt und hat es auch heute nicht rechtzeitig an Board geschafft. Steffen hingegen wirkt sehr verzweifelt ob seiner Niederlage. Tattoo-Tim kann leider nichts dafür, dass er das Boot nicht rechtzeitig erreicht. Seine langen Haare ziehen ihn permanent unter Wasser, was offensichtlich bremst. Trotzdem versucht er sich diese Schmach später schönzureden. Er hätte bei dieser Art von Wettbewerb eh nicht gewinnen wollen. Ja nee, ist klar.

Auf das Boot haben es schließlich Antonio, Dr Johannes, Leberwurst-Luke, Leberwurst-Thomas, Model-Marvin und Channing geschafft.
Dr Johannes ist offensichtlich in Portugal um einen Mann zu finden (Hello Captain Obvious!) und mein Favorit für diese Rolle ist bisher Antonio. Die beiden sind beim Rennen um die B also erst mal außen vor. Diese vergnügt sich zunächst auch erstmal mit dem ehemals dicken Leberwurst-Luke, der Vertrauen und Ehrlichkeit und Gedöns verspricht, falls die B lieber Karriere macht als sich um die Beziehung zu kümmern. Sie findet das wieder alles sehr intensiv und irgendwie lässt sie dann noch mal durchscheinen, dass Küssen unglaublich wichtig ist. Sie nippt an einer leeren Bierflasche.

Mit dem Katamaran am nächsten Strand angekommen, bittet die B den Leberwurst-Thomas zum Gespräch. Der hatte sein Einzeldate letzte Woche, in Erinnerung geblieben ist eigentlich nur, dass die B sich sehr plump anstellte und er dies damit abwimmelte, dass er "pissen muss wie ein Elch". (Nachzulesen bei Alice.) Thomas ist nun also der erste, der auf die Schicksals-Tränendürse drückt. Er ist gebrandmarkt, hat eine Vorgeschichte, kann keine Gefühle zeigen. Das sagt er. Und die B scheint nicht zu merken, dass er offensichtlich nur genervt ist von ihren Anmachversuchen, die mal wieder so plump sind, dass man sie eher auf der Batzenhausener Dorfdisko erwarten würde. ("Ich frage mich: Legt er nun endlich den Arm um mich?" [Tat er nicht.])

Danach fahren alle noch ein bisschen Jetski, und Model-Marvin bekommt die Chance, die B ganz allein auf dem Zweisitzer anzuschmachten. Titanic-Feeling - aber die, die letztlich untergehen sind Thomas und Antonio (mit dem Jetski. No symbol here). Obwohl Dr Johannes sich bemüht, seine wahren Neigungen zu verbergen, reicht es nicht aus. Die erste Rose dieser Woche geht an Leberwurst-Luke. Der bekommt gleichzeitig seine Brille zurück, die er der B geschenkt hatte. Warum sie die Brille zurück gibt, ist nicht schwer zu erraten. Sie sieht einfach scheiße aus.

Bacardi-Paul zu Gast in der Vodka-Villa
Ist euch eigentlich mal aufgefallen, wie viel Alkohol in dieser Sendung getrunken wird? Alice teilte bereits letzte Woch einen interessanten Artikel, bei dem ich zwar den Wahrheitsgehalt nicht kenne, der aber zumindest nicht vollends aus der Luft gegriffen zu sein scheint. Die Männer haben in ihrer Villa permanent Bierflaschen oder andere Drinks in der Hand.
Und dann das! Da kommt doch tatsächlich Bacardi-Paul vorbei um ein nettes Schwätzchen zu halten. Wie gewohnt mit festgetackertem Grinsen und Dieter-Bohlen-Gedächtnis-Frisur. Er will, kann und soll den Männern hilfreiche Tipps geben - obwohl er selbstredend niemals in deren Position war. Aber who cares, erstmal ein Bierchen aufmachen!
Cornelis sucht den Rat des erfahrenen Womanizers (*insert ironic laugh here*) in einem Vier-Augen-Gespräch. Ist ja auch irgendwo verständlich, dass Cornelis als ewiger Grundschüler noch ein wenig Nachhilfe hier und dort braucht.
Währenddessen zeichnet sich bereits ab, dass Aurelio heute noch den Vogel abschießen wird...

Drink, Drive and Date!
Bacardi-Paul verkündet vor seinem Abschied noch, dass das nächste Einzeldate für Tattoo-Tim bestimmt ist. Das wiederum hat zunächst eine mittelschwere Sinnkrise auf Steffens Seite zur Folge, die aber von den anderen Männer schnell nieder gebrüllt wird. Wer brüllt, hat Recht - weiß ja jeder.
Tattoo-Tim, der den ganzen Tag am Pool gelegen und Bier getrunken hat, begibt sich zum Einzeldate. Die B hat ein schickes Auto parat, das natürlich Tim fahren darf. Stört ja auch keinen, dass er schon den ganzen Tag am zechen ist. Und so cruisen sie durch die Gegend, die B und der T, und sprechen sich gegenseitig aus der Seele.
Wer dachte, dass das klischeehafte Date am Strand von letzter Woche kitschig war, der mache sich auf den Leuchtturm im Sonnenuntergang gefasst. Es kommt einem zwar vor, als wäre Hurricane Katrina ebenfalls anwesend, das hält B und T aber nicht ab, die intensive, romantische Stimmung zu genießen. Der Sonnenuntergang ("Kennste einen, kennste alle"), der Turm (auch eher so naja), der struppige Tim, der in seinem Suff irgendwelche halbgaren Songs vor sich hin stammelt - all das findet die B ziemlich erregend. Ich möchte anmerken, dass auch auf dem Turm mal wieder 'ne Pulle Schampus geköpft wurde. Ansonsten wäre wohl nicht das passiert, was dann passierte. Die B und Struppi küssen sich, ach, knutschen rum. Nicht nur auf dem Turm, sondern auch später in Annas Villa.
Normalerweise bin ich ja die Erste, die bei tattöwierten Typen "Hier!" schreit - aber Struppi-Tim? Nein, danke! Und das hätte ich der B auch ehrlich gesagt nicht "zugetraut".

Die Nacht der Rosen
Die B hat nun ziemliche Angst, dass sie als Flittchen betrachtet wird und dass einer der Männer sie verschmähen könnte. Natürlich sieht das Skript einen Mann vor, der diese Ängste bedient: Aurelio. So ganz geglückt ist seine Rolle in der ganzen Sache jedoch nicht. Er ist nämlich zutiefst gekränkt, dass die B mit Tim rumgeknutscht hat - denn schließlich hat sie ihm gesagt, wie toll er doch sei. Meine Verachtung und Abscheu gegenüber Aurelio kann ich kaum in Worte fassen. Ein arroganter, von sich überzeugter Schnösel, der den Eindruck macht, als wäre die B und Frauen im Allgemeinen bei ihm nicht viel Wert. Oder besser gesagt: als müsste die Frau seinem Willen unterstehen. Auch die B fragt sich zurecht, auf was er einen Anspruch erhebt oder was er sich einbildet. Sie kann sich schließlich nicht mal seinen Namen merken. Autsch. Warum er am Ende doch noch eine Rose bekommt, ist mir schleierhaft.

Die erste Rose des Abends geht an Manuel, den die B liebevoll als "Sternchen-Manuel" bezeichnet. Ich würde ihn in dieser Folge eher als "Sternhagelvoll-Manuel" bezeichnen. Neben Aurelio hätte ich Manuel wegen seiner aufgedrehten, kindischen Art als nächstes rausgeworfen. Auch seine Ausdrucksweise stößt mir bitter auf, wie er von "den Weibern" spricht und feststellt, dass Tim "die Alte geleckt" hat. Aber gut, das hat die B ja nicht gehört. 

Christian hat in dieser Folge quasi seinen ersten Auftritt und es war ja schon bei Star Trek so, dass neu eingeführte Nebencharaktere ziemlich schnell ihr Ende erleben. Christian schaffte es nicht in die nächste Runde. Leider, leider muss auch Channing (der in Wahrheit Pascal heißt) nach hause fahren, das finde ich irgendwie schade. In erster Linie, weil ich den tollen Spitznamen jetzt nicht mehr nutzen kann.

Dr Johannes rettet sich dank seinem (überraschend guten) Gedicht in die nächste Runde und auch sein Schatz Antonio ist dabei. Kornelis hat sich die Tipps von Päule anscheinend zu Herzen genommen und ist ebenfalls eine Runde weiter. Steffen wurde mit der Rose vom bevorstehenden Suizid bewahrt und auch Leberwurst-Thomas ging ganz gut die Pumpe, als er als letzter die Rose bekam. Leberwurst-Luke war ja eh schon sicher in der nächsten Runde, und bei Model-Marvin musste auch nicht groß diskutiert werden. Andreas, der Piano Man, scheint bisher rundum perfekt zu sein, und selbstredend ist auch Struppi in der nächsten Runde.

Ich hoffe, meine "kleine" Kritik hat euch wieder gefallen und ich glaube, dass ich auch nächste Woche wieder dabei bin ;)
 





25. Juli 2014

03:27 Uhr
Dunkelheit
Nein
Lichter der Großstadt
Straßenlaternen
Ampeln
Scheinwerfer
Dunkelheit der Großstadt

03:27 Uhr
Stille
Nein
Geräusche der Großstadt
Autos
Menschen
Flugzeuge
Stille der Großstadt

Da
Ein Geräusch
Ein heller Ton
Wie ein Wecker
Wo kommt es her
Und bleibt es hier

Ignorieren
Stille
Nein
Da, ein Geräusch
Ein heller Ton
Penetrant
Ekelhaft
Schrill
Wo kommt es her

Suche
Schlafzimmer
Da ist es
Wohnzimmer
Küche
Bad und Flur
Stille
Zurück

Drinnen
Draußen
Draußen
Fenster zu
Stille

03:27 Uhr
Lauschen
Stille
Merkwürdig
Wie ein Schluckauf
der erst stört
und dann fehlt

Schlafen.




20. Juli 2014

Guten Morgen ihr Lieben,

heute möchte ich mal wieder ein altbekanntes Thema aufgreifen: Abnehmen. Dieses Thema hat auf Cuchilla Pitimini in der Vergangenheit immer wieder Erwähnung gefunden, und privat habe ich damit auch noch immer nicht abgeschlossen. Doch irgendwie möchte ich darüber nicht mehr auf diesem Blog schreiben, ich kann gar nicht genau sagen wieso. Ich möchte nicht, dass das Thema hier überhand nimmt und ich finde auch, dass es nicht mehr so richtig hier rein passt.

Wer aber dennoch an meinen Erfahrungen zum Thema Abnehmen, Sport, Gewicht und so weiter teilhaben möchte, der ist herzlich eingeladen auf meinem neuen Nebenblog "Zu klein für mein Gewicht" vorbei zu schauen und sich vielleicht dort als Leser einzutragen. Ich würde mich freuen :)



19. Juli 2014

Ich muss wohl ungefähr fünfzehn gewesen sein, als ich diesen Film zum ersten Mal gesehen habe. Damals entdeckte ich gerade das "Filmeschauen" für mich und wünschte mir zu Weihnachten sogar noch einen Videorecorder, obwohl Videos schon vor dem Aussterben standen. Und so kam es, dass ich mir eines Abends "Good Will Hunting" aufnahm, der spät abends auf Pro7 lief und den ich nicht gucken durfte, weil ich ja am nächsten Morgen zur Schule musste.

Und seit ich den Film damals auf der leiernden Videokassette, in meinem muffigen Teeniezimmer angesehen habe, hat er einen Platz in meinem Herzen. Hat Will Hunting einen Platz in meinem Herzen. Weil er in mir so eine tiefe Trauer, eine Verzweiflung weckte, weil ich ihn so lieb gewonnen habe, diesen störrischen Jungen. Aber warum?
[Spoiler]

Will Hunting kommt aus ärmlichen Verhältnissen, er hat eine schlimme Kindheit hinter sich, die er nie wirklich verarbeitet hat. Es kostet viel Zeit und Überwindun, bis er erkennt, dass er keine Schuld daran hat, dass er als Kind misshandelt wurde. Und bis ihm klar wird, dass er deswegen so ist, wie er ist.

Es fällt ihm schwer, Menschen an sich heran zu lassen. Seine Freundschaft zu Chuckie und den Jungs ist echt, keine Frage. Aber sie begeben sich nie auf dünnes Eis. Ihre Themen sind die allabendlichen Kneipentouren, Mädchen, Bier und Sport, vielleicht die Arbeit. Die aufgestauten Emotionen und Aggressionen lassen sie bei Schlägereien raus, weil sie nicht wissen wohin sonst damit.

Doch als Will auf Skyler trifft, ist alles anders. Man spürt es als Zuschauer so deutlich - diese Wärme, diese Intimität zwischen den beiden. Die Liebe, die schön und zärtlich ist, solange kein Wort darüber verloren wird. Solange es nicht ernst wird. Es schmerzt mich immer wieder zu sehen, wie Will Skyler und sich selbst verletzt, wenn er sie verlässt - nur weil er nicht weiß, wohin mit seinen Gefühlen und weil er es nicht schafft, an die Beziehung zu glauben. Wie mag es in seinem Inneren aussehen, dass er das Mädchen verstößt, das er liebt, das ihn liebt?

Will möchte nicht gerettet werden und nur der gutmütige Therapeut Sean erkennt, dass er von niemandem gerettet werden muss. Will muss sich selbst retten. Und auf dem Weg dahin, rettet Will auch gleich Sean, der in seiner Trauer und Einsamkeit zu versinken droht.

Ein Film wie ein Sturm, in dem ich mich schützend vor Will stellen möchte, ihn umarmen möchte, aus Angst, dass er es nicht schaffen wird. Aber ich wachse mit ihm, ich sehe seine Entwicklung und bin stolz auf ihn. Am Ende, nach diesem Sturm aus Gefühlen und Gewalt und Tränen, bleibt die Stille. Und ein Lächeln auf den Lippen. Denn Will muss sich um ein Mädchen kümmern.

Absoluter Lieblingsfilm ♥

17. Juli 2014

Schon lange hatte ich mir vorgenommen, einen neuen Beitrag in der Reihe Pöbel-TV zu schreiben. Es ist ja auch nicht so, als gäbe es keine Gelegenheit. Aber meine Gedanken in Worte zu fassen ist nicht bei jedem Format so einfach. Heute jedoch habe ich es geschafft - obwohl sich dieser Text nur auf die letzten 20 Minuten von "Die Bachelorette" bezieht...





Ich schalte ein, als Thomas versucht die B mit Leberwurst zu verführen. Kein Wunder also, dass ich dran bleibe. Die B fühlt sich auch unglaublich wohl bei Tommy und kann ganz sie selbst sein. Abgesehen von den Kameras.

Danach lernen wir Conni kennen. Conni ist kein kleines Mädchen, sondern eher ein kleiner Junge. In echt heißt Conni Cornelis. Das ist zwar kein richtiger Name, scheint aber niemanden zu stören. Cornelis sieht aus wie ein Fünfjähriger, der sich zum ersten Mal alleine anziehen durfte: Kurze Hose, Sakko, Nerdbrille, falschrumme Kappe. Er studiert auf Lehramt und mein einziger Gedanke ist: Warum? Tränen steigen mir in die Augen ob der Zukunft meiner Kinder. Er möchte keinen Clown machen, sagt er. "Zu spät", denke ich. 

Luke konnte sich bisher nicht besonders gut darstellen und nutzt daher die Chance zum Einzeldate. Er fragt die B kurz, was sie so macht und erzählt dann zwölfndrölfzig Stunden darüber, dass er auch mal gesungen hat und uncool und dick war. Bewegend ist hier höchstens die knarrene Hollywoodschaukel, auf der die beiden sitzen. Fazit des Gesprächs: Singende, dicke Menschen haben keinen Grund selbstbewusst zu sein, denn was wirklich zählt ist schlank zu sein und coole Hobbys zu haben. Die B findet es intensiv und spannend und ich wundere mich immer weniger, warum sie bisher nicht den richtigen Mann gefunden hat.

Tim ist der nächste Kandidat. Er erläutert die Bedeutung seiner Tattoos - Schutzengel und so. Die B findet es unglaublich faszinierend und magisch. Schnell ist klar: Tim ist der Rocker dieser Staffel, denn in jeder Staffel bei RTL muss es einen Rocker geben, egal ob bei DSDS oder bei der Bachelorette. Aber Tim ist auch ein Muttersöhnchen, hach, ein Rocker mit Herz. Er sieht ein bisschen aus wie Dominic Monaghan mit Bart und langen Haaren und Hut. Ein bisschen zumindest. Oder auch nicht.

Mein persönliches Highlight ist der Mann in Weiß (Mike), der beweist, dass er Flirten auf Dorfdisco-Niveau kann. Ein bisschen provozierend und von oben herab. Als wäre das Format an sich noch nicht frauenmenschenverachtend genug.

Dann - romantische Musik erklingt - Auftritt des schüchternen Marvins. Ich frage mich, was er da unter seinem Sakko trägt. Trägt er überhaupt was drunter? Ach, doch, so ein tief ausgeschnittenes Shirt, das keinem Mann gut steht. Wahrscheinlich auch keiner Frau. Marvin jedenfalls fährt voll die Schüchternheitsschiene - man könnte fast meinen, er wäre nur hier, weil er bei Schwiegertochter gesucht abgelehnt wurde. Aber ich gebe zu: Er wird mein Favorit des heutigen Abends bleiben.

Dann die Frage aller Fragen: Wer bekommt eine Rose und wer muss wieder nach Hause fahren? Da sticht mir Modedesigner Anis ins Auge, der offensichtlich blind ist, wenn man seinen Kleidungsstil betrachtet. Respekt also für die Berufswahl! Manuel aus Dortmund hingegen hat zu viel geraucht und zu selten den Logopäden besucht, wo der Hase langläuft weiß er aber. Oder auch nicht, egal, einen Jägershut trägt er jedenfalls schonmal. Pascal sieht übrigens aus wie Channing Tatum: durchtrainiert aber die Sonne scheint durch den Hinterkopf. 

Die Rosen gehen letztlich an
* Andreas, der vorher schon safe war, was ich aber leider verpasst habe
* Aurelio, den ich auch verpasst habe, der aber anscheinend für seine Langsamkeit bekannt ist. Na, wenn das die Ladies nicht umhaut, dann weiß ich's auch nicht!
* Leberwurst-Luke (das war zwar nicht der mit dem Leberwurstbrotverführungsmanöver, aber er war ja früher mal dick, deswegen finde ich den Spitznamen treffend. Und die Alliteration ist so schön)
* Dr. Johannes - ein Feuerwerk auf der Großhirnrinde!
* Tattoo-Tim, der viel mehr nach Struppi aussieht
* Spaß-Manuel mit dem Jägershut
* Channing
* Leberwurst-Thomas (diesmal der mit der Leberwurst), der zur Feier des Tages Olli Kahn zitiert
* Adin Alin Anil Aladdin - ach, der mit dem bunten Hemd und der Hochwasserhose
* der ewige Grundschüler Cornelis
* ...und selbstverständlich Mäuschen-Marvin, der brave Schwiegersohn.


Außerdem an irgendeinen Christian, einen Antonio, einen Steffen, einen Mike und einen Thomas (nicht der mit der Leberwurst).


Simon, 22, Automobilkaufmann aus Ettlingen fährt leider als Jungfrau nach Hause. Und auch Puffbesitzer Alfredo "Red Lobster" Monticelli* muss zurück zu seinen leichten Damen nach Köln.
*Name erfunden. Beruf vielleicht auch.

Mit Tränen in den Augen verkündet die Bachelorette in der Vorschau: "Der absolute Horror." Dem kann ich nur zustimmen. Spaß gemacht hat's trotzdem. Ich hoffe Euch auch - dann gibt es nächste Woche vielleicht die Fortsetzung.



16. Juli 2014

Vorwurfsvoll blinkt der schwarze Cursor auf dem weißen Desktop. "Schreib etwas", scheint er zu rufen. Meine Gedanken rattern, das Herz rast, kaltschweiße Hände: Was denn? "Schreib über dein Leben, darüber was du erlebst und was dich beschäftigt - irgendetwas wird es schon geben." Gedanken kreisen, Blicke schweifen, Achseln zucken. Nein, nichts.

Die Lust ist da, der Wille groß - doch der Inhalt fehlt. Ich weiß, dass euch Beiträge über mehr oder wenige kontroverse Themen aus dem Alltag gefallen. Wenn ich davon schreibe, was mir schönes/ärgerliches/skurriles passiert ist und ihr eure Meinung dazu teilen könnt. Auch ich schreibe dazu am liebsten. Das Problem ist: ich erlebe gerade nichts. Die meiste Zeit verbringe ich Zuhause, denn leider holt einen in der schönen Studentenzeit auch irgendwann die unheilvolle Klausurenphase ein. Heute habe ich Statistik geschrieben, am Freitag ist noch Zivilrecht dran und danach muss ich noch zwei Hausarbeiten verfassen. Wuhu! 

Hier und dort dümpelt zwar ein Thema rum in meiner Entwürfekiste, aber das sind Themen, die ich nicht eben schnell runter schreiben kann und will. Und viel mehr ist momentan nicht drin. Wenn ich mir eine Auszeit vom Lernen gönne, dann werfe ich lieber einen Film rein - da kann ich grade einfach besser entspannen als beim Bloggen. Gestern habe ich mal wieder einen meiner Lieblingsfilme gesehen: Good Will Hunting *seufz* Einfach so schön, der Film. 

Apropos Film: Rechts in meiner Sidebar findet ihr jetzt eine Übersicht meiner zuletzt gesehenen Filme, bzw. der Filme, die ich auf Moviepilot zuletzt bewertet habe. Leider (!) seht ihr dabei nicht meine Bewertung, obwohl das eigentlich so sein sollte. Ich muss mal bei Moviepilot nachfragen, warum das nicht funktioniert. 

Tja, wie dem auch sei: Viel mehr habe ich auch nicht zu sagen, aber ich wollte einfach mal wieder ein paar Wörte in die Tasten hauen. Damit ihr wisst, dass ich noch lebe und dass ich dieses Mal nicht direkt meinen Blog schließen werde =P Lasst es euch gutgehen,



7. Juli 2014

Letztens hatte ich eine interesse Unterhaltung, bzw. war ich Zeugin einer solcher. Es ging um die Frage, wann man eigentlich ein Fan ist. Konkret ging es darum, dass eine Freundin ihrer Freundin ein T-Shirt von Linkin Park geschenkt hatte, woraufhin mein Bruder sich echauffierte, dass die beschenkte Freundin ja gar kein "richtiger Fan" sei, denn sie kenne ja noch nicht mal die Namen der Bandmitglieder. 

Wer mich und meinen Blog kennt, der weiß, dass ich bei Linkin Park unmöglich objektiv bleiben kann. Ich bin ein Fangirl! Natürlich kenne ich die Namen der Bandmitglieder, die Bandgeschichte und sämtliche Alben. Pah! Jemand der noch nicht mal weiß wer Mike Shinoda ist, der ist doch kein richtiger Fan! Sprach's aus voller Überzeugung und warf theatralisch das Haar über die Schulter.

Natürlich kenne ich die Bandmitglieder meiner Lieblingsbands. KISS zum Beispiel hab ich letztes Jahr live gesehen, bin extra nach Berlin gefahren dafür, da kennt man doch Gene Simmons.. und .. naja, oder bei Airbourne, die hab ich doch im November erst live gesehen, der Sänger, der heißt jedenfalls Joel.. und die anderen... naja...

Ganz klar: Mit 16 hätte ich auch die Meinung vertreten, dass man nur ein "richtiger" Fan ist, wenn man alles über seine Lieblingsband oder seinen Lieblingsstar weiß. Heute sehe ich das anders. Und das sage ich, obwohl ich noch immer regelmäßige Fangirling-Attacken habe und zwar in allen Bereichen des Lebens ;) 

Wichtig ist doch schlussendlich nur, dass man Spaß an der Musik hat, am Film oder an was auch immer. Fan-Sein ist kein Konkurrenzkampf. Es geht nicht (mehr) um die Frage, wer der beste Fan ist und wer die besten News verbreiten kann. Das überlassen wir dann vielleicht doch den Jüngeren!? ;)

Eines jedoch finde ich noch immer toll und das wird sich hoffentlich nie ändern: Dass ich schon immer Fan war, egal von welcher Band oder welchem Star. Diese Begeisterung und Freude, die man in seinen kleinen Fangirling-Anfällen empfindet, die machen einfach Spaß. Ich kann die Menschen nicht verstehen, die niemals so richtig Fan waren - ist das nicht langweilig? ;)

Von wem wart oder seid ihr so ein richtiger Fan?